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Heizflächenoptimierung vs. PID-Regler 2019-01-22T08:08:01+00:00

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    #2141 |

    Hallo,

    beim Einlesen in die Heizflächenoptimierung und deren Parameter frage ich mich, wie man die Regelung mit einem klassischen PID-Regler (https://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler) vergleichen kann. In den Videos höre ich immer „komplexe Berechnungen“ und „eine super Regelung“ und allerlei Heuristiken. Aber was ist das genau, was da insbesondere mit den Rücklauftemperaturen gemacht wird, Ziel und Sollwerte (wo ist der Unterschied?). Ist da mal jemand stärker eingestiegen?

    Was mich insbesondere irritiert, ist, dass:
    – keine Pulsweitensteuerung (PWM) zum Einsatz kommt,
    – keine Trägheit eingestellt wird,
    – oder Verzögerung der Wärmeabgabe eingeht (bei mir steigen Temperaturen 20min nach Abschalten des 2h Heizintervalls),
    – keine Option für Vorlauftemperatursensoren besteht (reicht die Heizkurve, um die zu berechnen?),
    – keinerlei Lernverhalten implementiert ist.

    Bitte keine polemischen Antworten.

    Viele Grüße,
    Stefan

    Hannover_User
    Teilnehmer
    Post count: 10

    Hallo Stefan,

    vorab kann ich auch verkünden, dass ich trotz einiger Versuche nicht endgültig verstanden habe, was dort genau passiert und ich habe mir ähnliche Fragen gestellt.

    Aus meiner Sicht kann man es nicht mit einer PID-Regelung vergleichen. Die Regelung erfolgt nach meinem Verständnis wie folgt:

    Wenn die Ist-Temperatur des Raumthermostat deutlich geringer ist als die Zieltemperatur, dann werden die Ventile einfach geöffnet und der Heizkreis erhält ununterbrochen warmes Wasser.

    Überspringt jetzt die Ist-Temperatur des Raumsensors die Grenze (Aktivitätsschwelle unterhalb der Zieltemperatur) beginnt das System die Ist-Rücklauftemperatur zu beobachten. Hier berechnet das System aus den weiteren Parametern (Mittelwert-Zeitraum Außentemp., Heizflächentemperatur, Korrektur der Heizfläche pro °C Abweichung) die Soll-Rücklauftemperatur. Sobald die Ist-Rücklauftemperatur dann die Soll-Rücklauftemperatur übersteigt, geht das System davon aus, dass genug Energie im Boden ist und damit der Raum sich genügend aufheizt hat. Die Ventile werden dann geschlossen.

    Dann gibt es noch ein Spülintervall, dass nach bestimmten Zeiten kontrolliert, ob noch immer genug Energie im Boden vorhanden. Ggfs. wird dann nachgeheizt.

    Die Trägheit oder auch Verzögerung soll also über die Messung der Rücklauftemperatur(wie oben beschrieben) abgefangen werden.

    Und jetzt komme ich auch zu deinen beiden letzten Punkten: Vorlauftemperatur und lernen des Systems

    Genau da sehe ich aktuell auch eine Schwäche. Ich verstehe bisher nicht, warum man über die Einstellung „Heizflächentemperatur“ einen, nach meinem Verständnis, sehr wichtigen Parameter definieren muss. Ich würde das auch als besser ansehen, wenn diese Temperatur gemessen wird. Ich würde mir auch wünschen, dass das System so intelligent ist und selbstständig die richtigen Parameter erlernt.

    Ich habe bisher sehr viel Zeit verwendet um die richtigen Einstellungen zu finden. Dass ist mir leider nicht vollständig gelungen und es passt vor allem noch nicht für alle unterschiedlichen Außentemperaturszenarien.

    Was mir sehr geholfen hat, war immer zu beobachten in welchem Schritt der Heizflächenoptimerung sich das System gerade befindet und was es gerade berechnet. Das kannst du dir angucken, wenn die aus dem Hauptmenü einen Raum auswählst und dann in dem Fenster zu diesem Raum den Punkt „Heizflächenoptimierung“ auswählst. Darüber landest du erstmal in der Definition der Parameter (Einstellungen), aber es gibt dort oben auch den Punkt Regelungsstatus. Da findest du dann viele interessante Informationen.

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