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Ziemlich enttäuschend – Qualität und Prinzip 2018-03-31T17:41:33+00:00

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Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 28)
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  • Mactom1412
    Teilnehmer
    Post count: 4
    #1768 |

    Ich habe eine relativ einfachere Anwendung: Management einer Etage mit Fussbodenheizung Über gateway pro und proportionale Stellantriebe.

    Erst fällt der Miniserver aus und kann aus dem Netzwerk nicht mehr erreicht werden, mit der Folge, dass das Gateway alle Stellantriebe schließt. 6 Tage kaltes Haus.

    Dann nach Ersatzlieferung des Miniservers erneute Konfiguration. 2 Tage warmes Haus bis pünktlich zum Osterwochenende das Gateway ausfällt. Wieder frieren angesagt.

    Ich bin ziemlich enttäuscht: Offensichtlich ist die Hardware nicht sehr stabil und der Aufgabe zur Sicherstellung einer Grundfunktion eines Hauses nicht gewachsen. Ausserdem fehlt mir die Funktion einer Vorlaufmessung im Heizkreisverteiler.

    Ich glaube, das war das Ende der Spielerei.

    Felix
    Teilnehmer
    Post count: 43

    Hallo Mactom,

    ich habe auch so meine Zweifel – aber nicht an der Hardware – die funktioniert seit Wochen ohne ein Problem.

    Das was Dir passiert ist, hab ich so noch nicht gehört…

    6 Tage kaltes Haus, weil der Miniserver kaputt ist, wäre nicht nötig gewesen – die Stellantriebe kann man leicht wieder abhehmen, Kunststoff-Steller wieder drauf und einfach aufdrehen.

    Geht auch so, wenn das Gateway wirklich kaputt sein sollte (eventuell ist aber auch nur ein Kabel vom Stromanschluß rausgerutscht, etc.?).

    Aber schau auch mal in meinem anderen Threath:

    Threath für Anfänger / Einsteiger

    Falls Deine Hardware funktionieren sollte…Was Dich dann erwarten könnte…

    Wozu brauchst Du Controme?

    LG Felix

    Goldex
    Teilnehmer
    Post count: 2

    Hi, auch ich möchte Dir Mut machen, bei mir läuft es seit 6 Monaten absolut perfekt (1 Wohnung, nur FB Heizung)….
    Es kann nicht am System liegen! Gruss Ralf aus Bremen

    Felix
    Teilnehmer
    Post count: 43

    Hallo Goldex,

    freut mich, zu hören, das es bei Dir perfekt läuft. Was perfekt auch immer heißt…

    Aber ich würde mir gern mal ein „Logging“ Diagramm eines Deiner perfekt laufenden Räume ansehen – möglichst mit laufendem Heizflächenoptimierungs Modul – wo der Stellantrieb ein paar Mal auf und zu macht innerhalb 24…48 Stunden.

    Wenn Du das Diagramm hier Posten könntest (Raumtemperatur, Zieltemperatur, Rücklaufsensortemperatur und Stellantrieb (Auf-Zu)), wäre es echt super – Zeitdauer der Aufzeichnung möglichst > 24 Stunden < 48 Stunden. Alles nur für den einen, perfekten Raum.

    Ich nehme das natürlich auch gern von jedem anderen User entgegen, mit einem „perfekten“ System…

    Danke!

    Liebe Grüße
    Felix

    helgo
    Teilnehmer
    Post count: 55

    Hier gab es 2017 schon mal Lob von einem Ralf aus Bremen.
    http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/204037/Controme

    Felix
    Teilnehmer
    Post count: 43

    Hallo helgo,

    erst mal vielen Dank für die Antwort – man freut sich ja, wenn hier eh nur 3 Leute etwas diskutieren.

    Ja, den Link kenne ich – habe eben schon alles zu Controme abgesucht und mir mehrfach rein gesogen…;-)

    Der Verfasser da ist euphorisch, dass er eine erste funktionierende Regelung installiert hat – kann ich durchaus so nachvollziehen, wenn er vorher gar nichts hatte.

    Die Antworten sollte man aber auch in Betracht ziehen, auch wenn sie meistens sehr krass und überzogen sind – aber 50% sind halt auch Wahrheit oder technische Fakten.

    Ich werde mit einer Fußbodenheizung niemals einen Raum innerhalb eines Tages gezielt hoch und runter heizen können (hoch eventuell noch, aber nicht runter). Also ein Kinderzimmer von 6°° bis 18°° auf 24°C und danach von 18°° bis 6°° auf 20°C (damit das Kind gut schläft), spielt sich sicher nicht. Dazu ist die Wärmekapazität von Tonnen Estrich im Boden einfach zu groß. Das erwarte ich auch nicht von einer Controme.

    Das ist auch der Grund, weshalb ich solche Spielchen, wie den Geo-Locator bei Controme nur als „Smart-Home“ Spielerei bewerte. Wenn ich 10 km für zwei Stunden weg fahre, dann soll der Fußboden die Raumtemperatur absenken und bevor ich wieder daheim ankomme nach zwei Stunden, soll alles wieder Palletie warm sein, wie zuvor – einfach lächerlich. Aber solch ein Feature lockt natürlich Handy affine User an – das ist doch einfach total cool, dass Controme das anbietet –> das brauch unbedingt auch. Nur es wird nie so funktionieren – totaler Schmarren, braucht niemand, der sich einigermaßen auskennt. Und das war wohl auch der überwiegende „Tenor“ der Antworten auf den obigen Link, wenn man es herunter „filtert“ auf das wesentliche.

    Meine Kritik an Controme Regelung ist eine etwas andere. Controme bewirbt als Unterscheidungsmerkmal zu den „Mitbewerbern“, das sie, sozusagen, in die Zukunft schauen können (Überschwing- und Unterschwingschutz) und dass die Regelung auf wesentlich kleiner als 1 Kelvin Abweichung Zielwert ausregelt.

    Und dafür hätte ich gern mal anschauliche Beispiele an Hand von Diagrammen gesehen.

    Da hilft mir leider eine erste, euphorische Jubel Meldung eines Frischlings herzlich wenig – schön zu lesen, but what else…

    Wenn mir hier mal jemand zeigt, das er einen Temperatursprung von z.B. 3 Kelvin nach oben in einem kühlen Raum vorgibt und dann die Regelung in den nächsten Stunden nicht um mehr als 0,5 Kelvin über den neuen Zielwert über (oder unter) schwingt, dann wäre ich halbwegs überzeugt, dass die Controme Steuerung um so viel besser ist.

    Meine Erfahrung ist bisher einfach: Überschwingen mit mehr als +/- 1 Kelvin. Und für mich ist es schon ein kleiner Komfort-Unterschied, ob im Wohnzimmer 22°C (-1 Kelvin) oder 24°C (+1 Kelvin) sind. Das machen andere, ohne den ganzen Rücklauf Schnick-Schnack, auch so ähnlich.

    Also Fakten, Daten, Diagramme sind hier mal gefragt.

    Und noch eine Bemerkung – völlig unabhängig von Controme – zur sogenannten Heizflächen Optimierung, wo man in Deutschland Förderungen bekommt und es Normen gibt – totaler Schwachsinn. Das würde voraussetzten:

    1. Die Sellantriebe sind wirklich in der Lage fein zu regulieren. Das habe ich so noch nicht gesehen, viel mehr gehen sie sehr schnell von aus auf zu. Da einen genaue definierten hydraulischen „Widerstand“ einzustellen, ist ja wohl bei den 08/15 Stellern nahezu unmöglich. Wenn das eine z.B. Controme Steurung mit periodischen Auf und Zu übernimmt, dann ist das schon eher realistisch (wenn sie es eben auch nur ansatzweise richtig macht).

    2. Und das ganze dann noch bei wechselnden Ausentemperaturen / Jahreszeiten / täglicher Sonneneinstrahlung auf einzelne Zimmer / Kachelofen Heizung / Ehefrauen mit Lüftungswahn / usw.) –> da bräuchte man dann wirklich eine Ferrari Regelung.

    Aber einmal an den mechanischen Sellern gedreht und dann hat man den glücklich machenden hydraulischen Abgleich – das ist trotz aller Normen und Heizungs Gurus ein Irrglaube.

    Aber schön, wenn es dafür ein Förderung gibt.

    Hier kann Controme punkten, auch wenn die Regelung nicht 100 prozentig unter 1 Kelvin Abweichung (für einige wenige Stunden) regeln könnte (bitte das könnte beachten). Aber sie kann die Stellglieder wenigstens takten und damit einen mittleren Durchlauf erzeugen. Sonst gibt es eben nur mechanisch (händisch) permanent Auf oder ZU.

    Liebe Grüße

    Felix

    Mactom1412
    Teilnehmer
    Post count: 4

    Hallo Felix,

    ich weiß nicht, ob das Dein Thema trifft, aber ich habe von Controme das PRO mit proportionalen Stellantrieben im Einsatz, die nicht nur auf und zu machen sollen, sondern auch den Durchfluss regeln (sollen). den Verlauf der Rücklaufsensoren bei mir im Wohnzimmer sende ich anbei. Zu beachten ist, dass ich momentan noch eine Nachtabsenkung in der Heizungssteuerung programmiert habe, die ich noch nicht eliminiert habe.

    In der Heizflächenoptimierung sind folgende Werte eingestellt:

    aktueller Status:

    Schritt: 6
    Heizflächenoptimierung – Unterschwingschutz
    durchschnittliche Heizelementtemperatur liegt über Heizelementzieltemperatur
    kein Offset gesetzt seit Thu 12:18, bis Thu 17:05 (berechnetes Spülintervall 286.8min)
    berechneter Heizelementoffset: 0
    Berechnungsplan:

    Zeitpunkt der letzten Berechnung: Thu 13:47
    geplante nächste Berechnung: Thu 13:57
    Spülintervalltimer: aktiv
    Heizelementtimer: –
    Berechnungsparameter:

    Raumzieltemperatur: 23.0
    Mittelwert-Zeitraum Außentemperatur: 0 / 5
    Heizflächentemperatur: 22 / 40
    Über-/Unterschwingschutz: -0.5 / 3.0
    außentemperaturabhängiges Spülintervall: 60 / 300
    Korrektur der Heizflächentemperatur pro °C Abweichung der aktuellen Raumtemperatur: 3.0
    berechnete Werte:

    durchschnittliche Außentemperatur: 15.56°C
    basierend auf Außentemperaturvorhersagereihe: 13 18°C, 14 19°C, 15 19°C, 16 17°C, 17 16°C, 18 14°C, 19 14°C, 20 12°C, 21 11°C,
    Rücklaufsolltemperatur: 24.00
    Heizelementoffset gemäß Zieltemperaturabweichung: -0.27
    Rücklaufzieltemperatur: 23.73
    berechnetes Spülintervall: 286.8 Minuten
    gemessene Sensorenwerte:

    durchschnittliche Heizelementtemperatur: 29.58°C
    RL WZ 2: 29.69°C
    RL WZ 1: 29.44°C
    RL WZ 3: 29.62°C
    aktuelle Raumtemperatur: 23.0900001526°C

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    Oberheizer
    Teilnehmer
    Post count: 37

    Hallo Felix
    den geraden Strich gibt es bei mir natürlich nicht, da ich Nachts und tagsüber in Nachtabsenkung gehe, weil ich mir mit meiner ollen Heizung ein paar Euro Stromkosten sparen will (Pumpe ist nicht hocheffizient sondern dann AUS).
    Aber es ist die Wirkung der Heizflächenoptimierung zu erkennen.
    Gruß

    Dateianhänge:
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    Felix
    Teilnehmer
    Post count: 43

    Hallo Mactom und Oberheizer,

    erst mal herzlichen Dank für die Arbeit!!

    Mactom – Dein Diagramm ist natürlich schwer zu interpretieren, da nur die Rücklauftemperaturen enthalten sind. Man müsste halt auch sehen, wie die Raumtemperatur sich zur Zieltemperatur (23°C) verhält und wann die Steller auf und zu machen. Aber ich interpretiere es mal:

    Am 4.4. von 0°° bis kurz vor 8°° wurde nicht geheizt, dann machen die Steller für knapp 2 Stunden auf, dann eine halbe Stunde zu und kurz nach 10°° wieder auf für ca. 30 min.

    Danach machen sie bis 22°° zu (die Temperatur im Heizkreisverteiler sinkt in dieser Zeit und ander Kreise / Zimmer werden auch nicht beheizt).

    Um 22°° beginnen 3 kurze Heizzyklen (ca. 10 min Länge) – bei 22°°; 23:15 und ca 1°°.

    Dann ist wieder Pause bis ca. 8:30 am 5.4. und für die nächsten 4 Stunden sind die Steller offen.

    Die Zacken zwischen 8:30 und 12:30 am 5.4. zeigen das Tackten Deines Kessels an.

    Nach meinem Gefühl ist bei diesem Verlauf schon mit einigen Schwankungen der Raumtemperatur zu rechnen. Sie´ht man aber leider nicht im Diagramm.

    Oberheizer,

    man sieht sehr deutlich, dass Du eine Nachtabsenkung betreibst (ca. 22°° bis 3:30). Die Temperaturabweichungen sind aber OK. Man erkennt auch, dass Dein Brenner stark taktet.

    Interessant ist, dass zwischen 0:00 und 3:30 am 1.4. die Rücklauftemperatur fast konstant ist (~ 27°C) – der Steller ist offen, aber Deine Heizung / Pumpe ist aus. Da sollte eigentlich kein Wasser unter dem Sensor fließen und die Abkühlung aus dem davor liegenden blauen Bereich sollte sich eigentlich kontinuierlich fortsetzen. Ich kann mir das nur erklären, wenn stendig ein wenig (ungeheiztes) Wasser durch diesen Heizkreis fließt.

    Aber das eigentliche Thema, um das es mir geht:

    am 1.4 um ca. 20°° (ganz rechts) fängt die Regelung / Heizflächenoptimierung an einzugreifen. Da geht der Steller für ca 15…20 min auf. Was ist da die „richtige“ Rücklauftemperatur = Heizflächentemperatur, die für die Berechnungen dann verwendet wird? Du kannst Dir da gerne alles zwisvchen 25°C und 33°C aussuchen. Und deshalb zweifle ich einfach an dem Konzept von Controme. Die können keine repräsentative Temperatur für die Bodenoberfläche messen. Das wann am Ende trotz falscher Temperaturwerte raus kommt, bringt zwar noch etwas Regelqualität, aber eben nicht mit der angepriesenen Treffsicherheit.

    Mal bildlich gesprochen: Controme schießt mit Kanonen auf Spatzen, aber immer einen halben Meter vorbei. Der Spatz ist nicht tot, fliegt kurz weg und kommt dann wieder. Und Controme schießt wieder auf der selben Seite einen halben Meter vorbei…und so fort.

    Die Kanonen sind einfach der sündhaft teure Aufwand.

    Ich hänge mal noch zwei Diagramme an – ist eigentlich zweimal das selbe, aber beim ersten Diagramm habe ich mal den Ausgang (Steller) weg gelassen, dann ist es einfacher zu lesen.

    Ich habe den Raum mal über zwei Tage auskühlen lassen –> ca. 21,5°C

    Dann habe ich am 4.4. um 22:30 eine Temperatur von 24,5°C vorgegeben. Die Regelung sieht eigentlich sehr gut aus. Nur warum wird der kleine Abstand am Ende (5.4. 16°° bis 20°°) nicht noch ausgeregelt, obwohl der Ausgangimmer wieder auf und zu geht.

    Die Bodentemperatur habe ich in diesen 4 Stunden mehrmals direkt gemessen – die war ca. 29°C (+/- 1 Kelvin zeitlich und örtlich – örtlich, weil der Fußboden nicht gleichmäßig warm ist). Wo spiegeln sich diese 29°C in den Temperaturen des Rücklaufsensors wieder (natürlich nur in den kurzen Intervallen, wo der Ausgang offen ist – rot im Diagramm)?

    Liebe Grüße

    Felix

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    Mactom1412
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    Post count: 4

    Hallo Felix,

    beeindruckend!

    Da ich gestern nicht wusste, welche Informationen für Dich interessant sind, habe ich Dir heute mal zwei Bildschirmkopien gemacht mit temperatursensor (Funkraumsensor) und Ausgängen (siehe Anlage).

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    Felix
    Teilnehmer
    Post count: 43

    Hallo Mactom,

    genau so, da kann man dann dran diskutieren.

    1. Du machst offensichtlich eine Nachtabsenkung ca. 24°° bis 6°°, aber nicht über Controme, sondern durch die Brenner Einstellung. Aber es sieht so aus, dass das nicht zeiltlich genau zu den selben Zeiten anfängt und aufhört. Könnte es sein, dass Du das „händisch“ an und ab schaltest (und nicht über ein Steuerprogramm automatisch jeden Tag am Brenner)…?

    2. Die Nachtabsenkung könntest Du meiner Meinung nach ca. 3 Stunden nach vorn verschieben – also um 21°° und um 3°° Heizung wieder ein. Wenn Du das per Hand jeden Tag machst, musst Du halt dann etwas früher aufstehen…;-). Bei Dir ist es jetzt jedenfalls am Vormittag (oder sogar frühen Vormittag am kühlsten. Man sieht halt sehr schön, dass die Heizung eine Trägheit von 3…4 Stunden hat. Mit Trägheit meine ich dabei, wenn Du vorgibst heizen, dann hat das im Raum erst nach 3…4 Stunden seine richtige Wirkung erreicht.

    3. Ich weiss nicht, warum Du eine Nachtabsenkung machst – bei einer Fussbodenheizung bringt das nicht viel (eben viel zu träge). Energiesparen tut das sicher nicht. Eventuell braucht aber Dein stark taktender Brenner halt mal ein paar Stunden Pause / Erholung.

    4. Der Brenner taktet sehr schnell und die Vorlauf / Rücklauf Temperaturen sind schon recht hoch – könnte es sein, dass er überdimensioniert ist…?

    5. Ich habe keine Erklärung (aus dem Diagramm heraus), warum z.B. am 5.4. 12°° der Zielwert für ca 1 h etwas abgesenkt wird, dann wieder für eine halbe Stunde etwas höher ist und danach nochmals ca 0,5 Stunden leicht abgesenkt wird (die zwei kurzen „U“ in der Kurve). Kommt das vom Wetter-Modul. Eigentlich ist ja Deine Zieltemperatur ein durchgehender, gerader Strich, mit einigen kleinen Abweichungen. Wodurch werden die Abweichungen hervor gerufen?

    Da Du Funkraumsensore hast, verleitet das natürlich auch zum „Spielen“ – da kann man ja die Zieltemperatur vom Wohnzimmer aus direkt am Sensor rauf und runter drehen. Ich habe wohl die nächste „Generation“ – ohne Eingabemöglichkeit (gibt es seit Beginn 2018). Ich muss das also über PC verändern (Handy Steuerung verwende ich nicht). Die Eingabemöglichkeit direkt im Zimmer am Wandsensor möchte ich auch nicht haben. Wenn man da merkt, es ist zu kühl und stellt dann den Zielwert höher ein, dann dauert es halt mal 3…5 Stunden bis die Anforderung auch im Zimmer ankommt / umgesetzt ist. Das meiner Frau zu erklären wäre ein hoffnungsloses Unterfangen. Da ist es mir lieber, Sie sagt mir: „Abends ist es mir etwas zu kalt“ und ich passe das dann halt permanent im Programm an.

    Also in Summe läuft die Regelung bei Dir ja zufrieden stellend – nach meinem Gefühl. Könnte natürlich noch etwas angepasst werden (Nachtabsenkung nach früher verschieben als Beispiel). Gleichzeitig sehe ich aber Potential, etwas an der Brenner Steurung zu tun –> durch Controme Einbindung…? Das habe ich selber noch vor, aber eben noch keine Erfahrungen.

    Soweit mal von mir einige laienhafte Bemerkungen…;-)

    Liebe Grüße Felix

    Felix
    Teilnehmer
    Post count: 43

    Hallo Mactom,

    was mir noch aufgefallen ist: Deine Heizkreise WZ1 und WZ3 reagieren sehr ähnlich (oder besser gesagt, sogar identisch) – WZ2 ist aber anders, wesentlich „träger“. Ist die Heizschlange von WZ2 wesentlich länger (oder – sehr unwahrscheinlich – der Schlauch etwas dünner als WZ1 und WZ3)?

    Oder aber, theoretisch, könnte dieser Heizkreis WZ2 auch etwas durch Ablagerungen „verlegt“ sein oder irgendwie (am Rücklauf) etwas zugedreht. Er hat halt einen größeren hydraulischen Widerstand im Vergleich zu WZ1 und WZ3.

    LG Felix

    Mactom1412
    Teilnehmer
    Post count: 4

    Hallo Felix,

    danke für die umfassende Analyse. Ein paar Anmerkungen dazu:

    1. die Nachtabsenkung ist in der Heizungssteuerung programmiert und wirkt auch auf die konventionellen Heizungen im Keller und auf Warmwasser. Das werde ich mit der Heizungssteuerung mit Controme ändern, wenn dazu ein paar Erfahrungen vorliegen. Insbesondere habe ich davor ein bisschen Angst, weil ich dazu die Pumpen und den Mischer elektrisch an die Heizungssteuerung anschließen muss (und das nicht meine Kernkompetenz ist)

    2. Die Änderungen an der Zieltemperatur können m. E. nur vom Wettermodul kommen.

    3. Die hohen Rücklauftemperaturen nerven mich auch ein bisschen, weiß aber nicht, was ich dagegen machen soll. ich habe ja schon die proportionalen Stellantriebe, die das doch regeln müssten, oder?

    4. zu WZ 2: das ist mir auch ein Rätsel. Leider habe ich keinen Verlegeplan mehr und weiß daher nicht, wie die Heizschlangen verlegt sind. keine Ahnung, wie ich das herausbekomme. Ich kann mir evtl. nur denken, dass das mit einem großen Teppich zusammen hängt, den wir im WZ liegen haben.

    5. Ich sende als Anlage auch noch mal die Einstellungen meiner Heizflächenoptimierung. Vielleicht gibt es da noch ein paar Hinweise.

    6. Noch ein paar Logging-Auswertungen zur Info.

    Also danke noch einmal für Deine Mühe hier im Forum

    Dateianhänge:
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    Felix
    Teilnehmer
    Post count: 43

    Hallo Mactom,

    1. Die Sprünge in der Zieltemperatur kommen bestimmt nicht vom Wetter Modul. Da geht es in 0,1 Kelvin Schritten (mehrmals hintereinander) entweder rauf oder runter. Ein Anstieg, bzw. Abstieg, dauert dabei deutlich über eine Stunde (bis zu mehreren Stunden). Höchstens der letzte Parameter (Korrektur der Heizflächentemperatur pro °C Abweichung der aktuellen Raumtemperatur) – bei Dir 3,0 – wirkt sich derart stark aus. Zur Kontrolle einfach mal auf 1,0 setzen und beobachten.

    2. Durch die relativen großen und kurzzeitigen Sprünge kommt Dein System aber niemals so richtig dazu, die Heizflächen Optimierung zu starten, da die Temperatur Differenzen zwischen Ziel- und Raumtemperatur eigentlich ständig zu groß sind. Also ich würde sagen, dass Dein System eine einfache Regelung über nur den Raumtemperaturfühler fährt und die Rücklaufsensoren zwar schön zu beobachten sind, aber für die Regelung sind sie für die Katz (sorry). Das erkennst Du ganz einfach daran, dass das Ventil schön synchron mit den Sprüngen der Zieltemperatur auf und zu macht – und sonst nichts weiter.

    3. Das Problem mit dem nicht vorhandenen Verlegeplan hatte ich auch. Deshalb hatte ich zuerst jedem Ventil (mit einem zugehörigen Rücklauffühler) genau einen Raum zugewiesen (sozusagen virtuelle Räume) und dann immer einen Raum nach dem anderen einen hohen Zielwert (26°C) zugewiesen (alle anderen einen minimalen Zielwert: 18°C). Dann geht jeweils immer nur ein Heizkreis auf und man kann nach 2…4 h die Bodentemperaturen im Raum messen, mit einem billigen Infrarot Thermometer. So bekommt man dann einen groben Plan der Heizkreise.
    Das war bei mir mit der Überraschung verbunden, dass ich zusätzlich zum Wohnzimmer, ein weiteres Zimmer gefunden habe, wo Wandheizung verlegt war. Schon die Erkenntnis hat den Aufwand gerechtfertigt – zum Glück hatte ich da noch nicht irgendwie in der Wand gebohrt…😉

    4. Solltest Du das mit den Temperatursprüngen in der Zieltemperatur in den Griff bekommen, dann erwarte Dir aber nicht zu viel von der dann „arbeitenden“ Heizflächen Optimierung. Sie funktioniert nämlich nicht – einfach, weil die Rücklauftemperatur nie der „wahren“ Heizflächentemperatur entspricht und auch physikalisch begründet, nicht entsprechen kann. Das Controme System misst zwar Rücklauftemperaturen irrst genau (und rechnet, und rechnet…), aber die sind immer (fast immer?) deutlich zu hoch (um 3…10 Kelvin). Ich möchte das jetzt nicht weiter im Detail begründen – dann wird der Post seitenlang. Eventuell eröffne ich (bei Bedarf) dazu mal ein extra Thema, wo ich das dann im Detail, mit mehreren Fakten und Beispielen, grundlegend erkläre. Ich habe das auch schon mehrmals bei Controme (E-Mail) angesprochen (mit dem Angebot, dass sie mir das Gegenteil beweisen – ich könnte mich ja auch irren), aber die können, oder besser wohl wollen, mit mir darüber nicht diskutieren („keine Zeit, keiner da, wir verstehen sie nicht,… etc.“). Naja, kann ich schon verstehen, da meine Meinung ja das ganze Firmen Konzept von Controme in Frage stellen würde. Nur habe ich bei derartiger Reaktion den begründeten Verdacht, dass Controme das inzwischen selber erkannt hat, aber einfach weiter machen muss (!!), so als wäre alles Palleti.

    Also nicht enttäuscht sein, wenn Du da in den nächsten 10 Jahren nicht die großartige Regelung in den Loggings erkennen wirst. Aber Du siehst wenigstens schöne bunte Kurven der Temperaturen Deiner vielen (sonst aber überflüssigen) Rücklauf Sensoren.

    5. Das Dein Heizkreis WZ2 träger reagiert (träge bezieht sich auf den Temperaturverlauf am Rücklaufsensor WZ2) hat auf keinen Fall etwas mit dem Teppich zu tun. Was Du da siehst, ist die Temperatur des durchströmenden Wassers – bis das am Teppich ankommt, und sich dann wieder auf die Heizschlange rückwärts auswirkt (aufs strömende Wasser in der Heizschlange) vergehen Stunden bis Tage. Und die Temperatur in WZ2 ist ja nicht zu hoch, sondern zu niedrig im Vergleich mit WZ1 und WZ3. Ich tippe mal auf unterschiedliche Verlegung. Z.B. werden manchmal extra Heizkreise unter den Fenstern verlegt, plus engerer Verlege Abstand  dann wird der Heizkreis auch automatisch länger, als die anderen. So in der Art könnte ich mir die Unterschiede erklären  da hilft nur nacheinander Durchmessen (siehe Punkt 3).

    6. Die eigentliche Heizungssteuerung (Brenner, etc.) – das ist wohl dann schon ein anderes Thema. Da bekommt man wohl Null Unterstützung durch Controme (z.B. mehrere Beispiel Installationen). Da braucht man sich hier im Forum auch nur kurz umzusehen und weiß Bescheid, was einen erwartet, oder eben auch nicht erwartet…
    Liebe Grüße
    Felix

    Oberheizer
    Teilnehmer
    Post count: 37

    Hallo
    das Zauberwort zu Punkt 5 heißt hydraulischer Abgleich. Wie der realisiert wird, ist bei controme gut erklärt.
    Dafür bekommt man in Deutschland auch noch Geld 🙂
    Gruß

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