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  • sundriver
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    Beitragsanzahl: 120

    Zum Glück ist Sommer, sonst müsste man von einem Super-Gau sprechen. Sämtliche Verbindungen zu den Heizkörperthermostaten sind ausgefallen, und lassen sich auch nicht mehr zu Stande bringen, sowohl am Drop-Server, als auch am Miniserver, und das mit der aktuellen Stable- oder Labversion! Controme arbeitet daran, nächste Woche soll es die Lösung geben.
    Es ist heutzutage normal, dass es Software-Bugs gibt, egal, ob ein System klein oder komplex ist, trotzdem ist es ärgerlich. Im Winter wäre das echt zu einem Problem geworden, und aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, dass man eine ältere Stable- oder Labversion aufspielen kann, welche das Problem noch nicht hatte. Dafür müssen natürlich die aktuelle Datenbank usw. kompatibel sein, aber das sollte Controme einbauen können, dass man maximal bis zu einer Version zurückkehren kann, welche die Kompatibilität noch gewährleistet.
    Ich weiß natürlich nicht, wie bei Controme die Software getestet wird, ob da ein paar manuelle Tests durchgeführt werden, ob automatische Tests laufen, und wie groß die Testtiefe ist. Ich rate dringend, die Tests und Testtiefe zu erhöhen, und falls es noch kein System gibt, das automatisiert Tests anstößt, kann ich GoCD (https://www.gocd.org/) empfehlen. Das ist ein CI/CD-System, das sehr einfach zu installieren ist, und mit dem man im Handumdrehen sog. pipelines bauen kann, welche z.B. automatisch loslaufen, wenn sich in einem Repository (z.B. Git) etwas geändert hat. GoCD ist schlank und modern, und einfach zu installieren, zu warten, und zu verwenden, im Gegensatz zu z.B. Jenkins.

    bergnerd
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Hast du in letzter Zeit einen Ausfall am Miniserver gehabt oder eine neue SD-Karte bekommen?

    Ich hatte im letzten Winter genau so ein Problem – keine Verbindung meiner Comet Stellantriebe mehr zum Miniserver nach Austausch der SD-Karte. Vorausgegangen war ein Austausch der SD Karte. Das System ist wohl irgendwann mit einem „internal Server Error“ stehengeblieben. Ein Neustart mittels GUI war nicht mehr möglich, die SD Karte war wohl defekt.

    Nach der Wiederinbetriebnahme haben meine Stellantriebe keine Verbindung mehr bekommen. Der Support wollte, dass ich alle Antriebe (inkl. Konfigurationen!) lösche und neu anlege. Habe ich gemacht, hat kurz funktioniert und dann waren die Verbindungen wieder weg. Dann Umstellen auf LAB Version, Warten auf ein Update, welches das Problem löst, wieder zurück zu Stable, noch ein Update mit angeblichem Bugfix…. Dann wieder die SD-Karte getauscht…. blabla. Eine never ending strory…

    Fazit: Controme hat es nicht in den Griff bekommen. Ich habe dann nach mehreren Monaten(!) die Geduld verloren und mir das System selber angesehen. Ursache waren Einträge (vermutlich irgendwelcher Controme Testsysteme) in einer Datenbank-Tabelle mit den Stellantrieben, die mein ganzes System lahmgelegt haben! Qualitätskontrolle lässt grüßen…

    ACHTUNG, das folgende Rezept ist auf EIGENE GEFAHR für Leute die sich mit sowas auskennen:
    Wie kommt man dort ran?

    1. Ein Backup der Konfiguration machen und auf den Rechner runterladen
    2. Eine Sicherungskopie des Backups anlegen!
    3. Die Datei endet auf *.zip, das ist aber Blödsinn, es ist in Wahrheit eine SQLite Datenbank (welcher Amateur glaubt ernsthaft, das Umbenennen in *.zip bietet einen „Schutz“?)
    4. Die Dateiendung umbenennen von *.zip in *.sqlite
    5. Dann die Datei z.B. mit „DB Browser for SQLite“ öffnen und mal nachsehen ob da was unplausibel ist
      Bei mir enthielt die Tabelle „heizmanager_rfcontroller“ einen Eintrag für einen Controller mit ID 1, einer mir unbekannten MAC (b8-27-eb-6c-31-25) sowie haus_id=2 und rpi_id=2. Weder die MAC des Controllers noch die HausID 2 gehören zu meiner Installation. Noch dazu konfiguriert mit einem Abfrageintervall von 10 Sekunden…
    6. Die Änderung speichern, wieder in*.zip umbenennen und über Backup Wiederherstellen auf den Miniserver laden.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass die falschen Daten entweder mit der vorherigen SD-Karte oder versehentlich mit einem Software Update dort hin gekommen sind. Ich habe daher den (meiner Meinung nach) falschen Datensatz entfernt und voilà – seitdem läuft das System wieder stabil, inzwischen seit 7 Monaten ohne Verbindungsverluste. Auch der Logmonitor zeigt jetzt wieder alle Sensorevents der Comet Antriebe ordentlich an, wo ich vorher keine Daten bekommen habe. Ich vermute, aufgrund der Parameter hat der Miniserver alle 10 Sekunden versucht, den nicht existierenden RF Controller zu finden und sich dann mehr oder weniger regelmäßig wegen Überlastung (oder zu voller Logs?) aufgehängt.

    Hoffe das hilft – aber bitte mit Vorsicht rangehen und nur wenn man weiß was man da tut.

    sundriver
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 120

    Hallo bergnerd, danke für die ausführliche Antwort. Inzwischen läuft bei mir alles wieder stabil. Zum einen hat Controme neue Treiber aufgespielt, wodurch die Probleme mit den HKT hätten weg sein müssen. Das – jedenfalls allein – war aber nicht die Lösung, die aktuelle LAB-Version hat dann alles in Ordnung gebracht. Weshalb nicht die Stable-Version das Problem gelöst hat, ist Controme anscheinend noch nicht klar. Jedenfalls hat es anscheinend auch damit zu tun, dass ich von einem Raspberry Pi 3B auf das 4er Modell upgedated hatte. Damit sind auch die Lastprobleme weg, das UI lässt sich viel flüssiger bedienen, und es finden sich keine Einträge mehr im Logmonitor, dass die Last zu hoch wäre.

    Kunde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Man kann sich aber auch eine Kopie der SD Karte (mittels externen Kartenleser anlegen) und immer mal wieder die Kopie erneuern. Die SD Karte ist wohl eine Schwachstelle (wird ja auch darauf hingewiesen, den Miniserver nicht einfach vom Strom trennen, sondern vorher runter fahren). Nur wie macht man das bei einem Stromausfall (der kommt bei mir 2…3 mal im Jahr vor)…

    sundriver
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 120

    Seit ich verschiedene Heizkörperthermostate durch die neuen im Store erhältlichen Danfoss-Produkte ausgetauscht habe, sind die Verbindungen nun seit Wochen stabil (LAB-Version), auch die zu den älteren HKT‘s. Ich hoffe sehr, dass das so bleibt.

    bergnerd
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Das Thema hier ist ja etwas älter, trotzdem noch aktuell. Er wird ja immer wieder (auch von Controme) behauptet, die SD Karte wäre das Problem und es wäre nicht zu ändern. Das ist schlichtweg falsch. Das Problem ist wie Controme mit der SD-Karte umgeht, nicht die Karte selbst. Sie legen nämlich, entgegen der Empfehlung von Raspberry, statt 100 MB eine 1 GB große Auslagerungsdatei auf der Karte an, in die laufend geschrieben und wieder gelöscht wird. Außerdem werden ständig Logdateien auf die Karte geschrieben. Dadurch wird die SD-Karte extrem schnell verschlissen. Vor allem bei Updates, bei denen Komponenten des Python-Systems erneuert werden, laufen extrem speicherintensive Compiliervorgänge ab, die das System extrem einbremsen (bis zum hängenbleiben, weil der Speicher ausgeht) und die Karte schnell schrotten.

    Dieses Problem kann man durch die Auslagerung des Swap-Speichers z.B. auf einen USB-Stick lösen. Das macht das System schneller, robuster und wenn der Stick irgendwann verschlissen ist, muss ich nicht mein ganzes System neu aufspielen, sondern wechsle nur den Stick.

    Michael
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Darf ich fragen, welche neuen HKT das sind?
    Ich hab bei mir insgesamt 9 Comet blue im Einsatz und hab diese auf 2 Miniserver aufgeteilt.

    Laufen deine neuen HKT auch über Bluetooth oder EnOcean (transparenter Stick)?

    sundriver
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 120

    Die aktuell im Store angebotenen HKT sind Danfoss Eco TM mit Bluetooth (BLE). Die sind super leise. Ich hatte schon alle Varianten von Controme, diese sind so gut wie nicht zu hören

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